| Veranstaltung: | Delegiertenversammlung | 54. BMV |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.2. Weitere Anträge |
| Antragsteller*in: | Jannis Romann (Campusgrün FU-Berlin) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 03.11.2026, 11:49 |
D3: Grundsätze zu politischer Zusammenarbeit
Antragstext
Die Bundesmitgliederversammlung möge beschließen:
“Campusgrün steht für ein demokratisches Miteinander im Hochschulkontext ein.
Das bedeutet für uns, dass wir grundsätzlich bereit sind, mit dem demokratischen
Spektrum von Bündnissen und Gruppen ins Gespräch zu gehen. Demokratisch heißt
für uns eine weltoffene Perspektive zu haben, solidarisch zu sein, wir bekennen
uns zu Demokratie, Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt und wollen unsere
Hochschulen hin zu diskriminierungsarmen, demokratischen und antifaschistischen
Räumen weiterentwickeln.
Das bedeutet für uns aber auch, dass wir nicht gesprächsbereit gegenüber Gruppen
und Bündnissen sind, die demokratischer Gesinnung entbehren. Insbesondere
stellen wir uns gegen Akteur*innen, die selbst Gewalt gegen Personen üben. Wir
verbünden uns weder mit Gruppierungen, die rechtsextreme Ideologien verbreiten,
darunter Burschenschaften oder mit der Desiderius-Erasmus-Stiftung verbundene
Strukturen.
Noch verbinden wir uns mit Solchen, die sich für Terrororganisationen wie die
Hamas aussprechen oder deren Symbole verwenden. Wir stellen uns gegen Akteure,
die Gewalt gegen Personen gutheißen oder damit drohen. Explizit auch nicht unter
der Devise “der Zweck heiligt die Mittel”. Wir arbeiten nicht mit Gruppen, die
den Menschenwürde-Begriff des Grundgesetzes nicht oder nur eingeschränkt gelten
lassen. Campusgrün stellt sich explizit gegen Antisemitismus, unsere Hochschulen
müssen ein Raum sein, an dem sich Menschen jeden Glaubens sicher und willkommen
fühlen. Wir verurteilen Angriffe auf Menschen wegen ihrer Religion, ihrer
politischen Meinung oder ihrer sonst gearteten Gruppenzugehörigkeit auf das
Schärfste.”
Begründung
Nach wie vor kommt die Gefahr für unsere Demokratie und die Vielfalt in der
Hochschullandschaft ganz überwiegend von rechter Seite. Und trotzdem möchten wir
uns auch solcher Bewegungen annehmen, deren Ziel es ist, das demokratische
Mehrheitslager von innen heraus zu spalten und zu zerbrechen. Sei es aus dem
Wunsch nach einer Revolution oder schlicht aufgrund unumstößlich-idealistischer
Weltbilder. Sog. linksautoritäre und K-Gruppen gewinnen an einigen Hochschulen
wieder vermehrt Einfluss. Wir möchten diese Begriffe mit unserem Antrag
definieren, insbesondere wollen wir beleuchten was wir an solchen Gruppen
kritisch sehen.
Begründung der Dringlichkeit
erfolgt mündlich